Die Erbauung der Fröhlichsburg dürfte in das ausgehende 12. Jahrhundert zurückreichen. Man weiß von ihr, dass sie im Besitze des Churer Bischofs stand. In einer Besitzbestätigung des Bischofs von Chur für das Kloster Steingaden von 1267/68 ist von einer Burg in Mals am Punibach die Rede. Die Burg hat öfters Besitzer gewechselt. 1329 wird die Burg vom Tiroler Landesfürsten seinem Richter in Glurns übertragen. Im Jahre 1433 wird der Fröhlichturm als Herrschaftsturm bezeichnet, der Turm und die Burg waren also in den Händen des Tiroler Grafen.
Es gibt wenige Schriftstücke zu diesem Bauwerk. Eine solche stellt allerdings das Reisetagebuch von Bianca Maria Sforza dar, die auf ihren Weg nach Innsbruck eine Nacht in der Fröhlichsburg verbrachte. Sie beschreibt die Burg als schön und gepflegt. So soll sie über vier Stuben verfügt haben, die alle mit einem Kachelofen ausgestattet waren. Das ist für die damalige Zeit ein Zeichen einer luxuriösen Ausstattung. Gegen Süden hin befand sich der Wohntrakt und der Rittersaal, während sich gegen Westen hin die Wirtschaftgebäude befanden.
Die Burg wurde 1499 von den Engadinern im Zuge der Calvenschlacht zerstört. Der Tiroler Graf verlieh sie an Balthasar Fröhlich, der das Richteramt ausübte und ihr den heutigen Namen gab.
Heute ist nur mehr der Turm als vollständiges Bauwerk erhalten. Die Legende berichtet, man hätte die Steine an der Burg abgetragen und damit nach der Brandschatzung die Pfarrkirche im Jahre 1799 wieder aufgebaut.
Der Bergfried weist regelmäßige Steinlagen auf. Auf etwa halber Turmhöhe verlief ehemals ein Wehrgang; auch der ursprüngliche Turmeingang war erhöht.
Der Turm wurde in den Jahren 2002 bis 2004 vom Verein Freunde der Fröhlichsburg restauriert.
Dieser Rundturm hat eine Höhe von 33,5 m und kann von Ihnen über 164 Holzstufen erklommen werden.
03. Juli bis 29. August 2012
jeden Dienstag und Mittwoch
um 11.00 Uhr
Führungen für Gruppen auf Anfrage möglich!
Frau Dietl Laganda Helene,
Tel. +39 347 5829015
Tourismusbüro Mals,
Tel. +39 0473 831190